01
Für Lehrkräfte
„Ich will unterrichten, nicht dokumentieren – und den Rest nicht abends mit nach Hause tragen.“
Erfassen dauert Sekunden: Schüler:in, Regel aus dem gemeinsamen Katalog, fertig – Datum, Uhrzeit und Ort gleich mit, Klasse und Ihr Name werden automatisch gestempelt. Der Unterrichtsmodus hält den Bildschirm die ganze Stunde offen und kennt Ihre Gruppe schon: mehrere Schüler:innen im Kader antippen, die Minuten rechnet die App aus dem Unterrichtsbeginn, jede Erfassung ist sofort gesichert – und am Stundenende zeigt die Abschlussprüfung alles noch einmal. Schweregrad, Informationspflichten und der Stufenstand ergeben sich aus dem Regelwerk Ihrer Schule; welche Maßnahmen Sie an dieser Stelle anordnen dürfen, zeigt das Formular und erklärt, warum eine schwerere Option gerade nicht dabei ist. Verspätungen erfassen Sie zur einzelnen Unterrichtsstunde; Ganztagsabwesenheiten bleiben in Ihrem Schulverwaltungssystem.
Die Lösung:Sie müssen nicht länger „die Strenge“ sein: Die Stufen gelten für alle gleich und sind für alle nachvollziehbar – im Gespräch können Sie die Seite des Kindes einnehmen. Die nächtliche Fristenprüfung hält Zusagen nach, nicht Ihr Gedächtnis. Und im Elterngespräch heißt es nicht mehr „er ist oft zu spät“, sondern „vierzehn Verspätungen, neun unentschuldigt – hier sind die Termine“.
02
Für Klassenleitung & Klassenteam
„Ich brauche belastbare Zeugnisbemerkungen – und will nicht die Vorgeschichte von dreißig Kindern im Kopf behalten.“
Die Klasse wird im Klassenteam geführt: Klassenleitung, Co-Klassenleitung und Stellvertretungen teilen dieselbe Arbeitsliste „Meine Klasse“ – und dieselben Befugnisse, denn Maßnahmen darf jede Funktion anordnen, damit dringendes Handeln nie an einer Abwesenheit scheitert. Die Liste bündelt offene Aufgaben, erreichte Eskalationen und überfällige Pflichten; das Konformitäts-Dashboard zählt die Konzeptpflichten Ihrer Klassen dazu. Zum Halbjahr erzeugt die App pro Kind einen Zeugnisbemerkungs-Entwurf aus Ihren eigenen Vorlagen – deterministisch, ohne KI und ausschließlich aus dem Halbjahr, über das Sie berichten. Reflexionsbögen geben Sie aus und verfolgen den Rücklauf; nach jeder zweiten Missbilligung erinnert die Karte „Pflicht-Elterngespräch“, bis das Protokoll finalisiert ist.
Die Lösung:Dreißig Bemerkungen an einem Nachmittag, jede mit sichtbaren Quelldatensätzen – Sie können jeden Satz belegen. Und weil die Akte für Sie geführt wird, sind Sie im Gespräch Anwält:in des Kindes statt Buchhalter:in. Zeugnisse und Noten bleiben in Ihrem Schulverwaltungssystem – und wenn Ihre Maßnahmen nicht greifen, geben Sie den Fall mit Auslöser und Begründung weiter: Niemand fängt von vorn an.
03
Für die Abteilungsleitung
„Ich brauche die Fälle, die bei mir liegen – und die Gewissheit, dass nichts durchrutscht.“
Als dritte Instanz des Verfahrens sehen Sie schulweit und bekommen begründet übergebene Fälle in Ihre Arbeitsliste „Fälle auf meiner Stufe“ – samt Schnappschuss aller Maßnahmen, die bereits versucht wurden. Nach einem körperlichen Konflikt mit einem der sieben Pflicht-Auslöser liegt die Prüfung automatisch auf Ihrem Board, bis sie ein dokumentiertes Ergebnis hat – auch „keine Ordnungsmaßnahme“ mit Begründung zählt als Ergebnis. Die App kennt Ihre Grenze: Pädagogische Maßnahmen dürfen Sie stets, die kleinen Ordnungsmaßnahmen erst, wenn Ihre Schulleitung eine Erweiterte Schulleitung bestätigt hat (§ 53 (6) SchulG NRW). Wo Ihre Befugnis endet, geht Ihre Empfehlung mit einem Klick an die Schulleitung.
Die Lösung:Sie sind eine Instanz, kein Umweg – mit eigener Arbeitsliste, eigener Befugnis und eigenem Nachweis. „Keine Ordnungsmaßnahme“ ist ein dokumentiertes Ergebnis, kein Versäumnis: Kein leichter Fall wird übereskaliert, kein schwerer rutscht durch. Die beiden großen Ordnungsmaßnahmen bleiben in jedem Fall bei der Schulleitung.
04
Für die Schulleitung
„Wenn Eltern mit einem Anwaltsschreiben gegenübersitzen, muss ich belegen können, was wir versucht haben.“
Die Frage ist immer dieselbe: Was haben wir schon versucht – und hält die Entscheidung? Statt vier Kolleg:innen anzurufen und ein Word-Dokument zu durchsuchen, öffnen Sie die vollständige Schülerakte – Ampeln, Vorfälle, Eskalationen, Maßnahmen mit anordnender Person und Ergebnis, Protokolle, Elternkontakte, Dokumente – rechtegefiltert, als Seite und als PDF. Steht eine Ordnungsmaßnahme im Raum, erzeugt RegelAkte den Bericht über die zuvor angeordneten pädagogischen Maßnahmen und deren Ausgang – und sagt Ihnen, ob die schriftliche Missbilligung als Voraussetzung schon vorliegt. Das Verfahren führt die App in der gesetzlichen Reihenfolge durch: dokumentierte Anhörung mit Vertrauensperson, Teilkonferenz bei den großen Maßnahmen, Bescheid mit Begründung und Rechtsbehelfsbelehrung – Widerspruchsfristen zählt der Fristenmonitor. Das Konformitäts-Dashboard zeigt jede offene Konzeptpflicht Ihrer Schule auf einen Blick.
Die Lösung:Rechtmäßig by design: Die Zuständigkeiten nach §53 SchulG NRW sind im Berechtigungsmodell gesichert, nicht nur in einer Liste vermerkt – wer pädagogische Maßnahmen anordnen darf, kommt an eine Ordnungsmaßnahme nicht heran. Der Fristenmonitor weiß, welche Frist läuft; Sie tragen sie nicht im Kopf. Eine vollständige Akte ist beides: die Verteidigung der Institution und der Beweis, dass dem Kind geholfen wurde. Sie führen eine Schule mit einer Praxis statt mit dreißig privaten.
05
Für das Sekretariat
„Wir müssen Verspätungen nachträglich entschuldigen – ohne die Zählungen zu verfälschen.“
Eltern rufen an oder geben nachträglich ein Attest ab. Berechtigte Mitarbeiter:innen entschuldigen die betroffenen Verspätungen einzeln oder gebündelt unter einem Grund – das System passt Eskalationsstufen und Berichte automatisch und revisionssicher an. Entschuldigt werden können ausschließlich Verspätungen. Jedes an Eltern adressierte Schreiben – Missbilligung, Bericht, Bescheid – landet im Ausgangskorb, mit fertigem Text zum Kopieren und dem PDF zum Anhängen; „Versand bestätigen“ protokolliert zugleich den Elternkontakt. Der Korb lässt sich mit Begründung auf null bringen, und das Dashboard zählt schulweit, was noch offen ist.
Die Lösung:Ein lückenloser Audit-Trail protokolliert jede Änderung: datiert, nutzerbezogen und begründet – eine Korrektur ist ein dokumentierter Akt und kein Löschen. Und wenn Sie gebeten werden, „einfach mal eine Strafe einzutragen“, bietet die App das gar nicht an: Ihr „Nein“ ist die Struktur des Systems, nicht Ihr eigenes Urteil.
06
Für Administration & IT-Beauftragte
„Fragt die Datenschutzbeauftragte, was in fünf Jahren mit der Akte passiert, dauert die Antwort neunzig Sekunden.“
Klassen, Schüler:innen und Erziehungsberechtigte importieren Sie per CSV-/Excel-Datei – der Schuljahreswechsel beginnt mit einem Import statt mit einer Woche Tippen. Fünf Rollen – Administration, Schulleitung, Abteilungsleitung, Sekretariat, Lehrkraft – bringen getestete Berechtigungen mit, positive wie negative; Klassenteams tragen Sie an der Klasse ein, nicht als Sonderrolle. Aufbewahrungsrichtlinien liegen je Datensatzart als Entwurf vor, den Ihre Schule bestätigt: Fälliges landet auf einer Löschliste, die ein namentlich bekannter Admin bestätigt – die Löschung nimmt die Datei aus dem EU-Speicher mit, und das Protokoll darüber enthält keinen einzigen Namen. Kein E-Mail-Gateway, kein KI-Dienst, keine Schülerdaten, die den Stack der Schule verlassen.
Die Lösung:Regelkatalog, Schweregrade und Meldewege kommen am §53 SchulG NRW orientiert vorbelegt – als Entwurf, den Ihre Schule prüft und freigibt: Rechtliche Inhalte sind Konfiguration, die Ihnen gehört, keine Rechtsauskunft von uns. Die Mandantentrennung war seit der ersten Version vorhanden und wird laufend verifiziert – eine weitere Schule ist ein Mandant, kein Projekt.
07
Für Vertretungen & neue Kolleg:innen
„Ich übernehme eine Klasse – und erbe den Kontext, kein leeres Blatt.“
Die Schülerliste ist nach Stand sortiert: Die Kinder, die Aufmerksamkeit brauchen, sind die auf Gelb und Rot – und jede Akte sagt, welche Regel, wie weit, und was wem versprochen wurde. Als Stellvertretung im Klassenteam sehen Sie dieselbe Arbeitsliste wie die Klassenleitung und dürfen deren Maßnahmen anordnen. Auch in der Vertretungsstunde in einer fremden Klasse startet der Unterrichtsmodus – jede Klasse der Schule ist wählbar. Ihren ersten Vorfall erfassen Sie so, wie alle anderen es tun: derselbe Katalog, dieselbe Leiter.
Die Lösung:Die Klasse erlebt Kontinuität statt eines Neustarts. Laufende Zusagen mit ihren Fristen sehen Sie, bevor Sie das Kind zum ersten Mal treffen – Sie fahren Ihrer Vorgängerin nicht in den Rücken. Und wenn Sie unsicher sind, hilft das deutsche Handbuch und das Glossar in der App statt der freien Stunde einer Kollegin.
Schüler:innen
ohne Konto„Wissen, wo ich stehe – und wie ich zurück auf Grün komme.“
Die Ampel steht in verständlichem Deutsch auf dem Auszug, den man ungelesen übergeben kann – ohne interne Notizen. Der Reflexionsbogen ist die eigene Darstellung des Kindes; wer nur Zeuge oder geschädigt war, bekommt keinen Eintrag. Und ein eingehaltenes Versprechen bewegt die Ampel zurück: Anstrengung zählt.
Eltern
ohne Konto„Früh, schriftlich und mit Datum informiert werden.“
Die Missbilligung kommt im Wortlaut des Konzepts – mit Datum, Uhrzeit und Ort, der Liste der bisherigen Missbilligungen und der Einladung zum Gespräch. Nach jeder zweiten im Schuljahr ist ein Elterngespräch fällig. Droht eine Ordnungsmaßnahme, werden Eltern angehört; der Bescheid erklärt, warum – und wie sie widersprechen können. Versendet wird von Hand über den Schulmanager.
Datenschutzbeauftragte
ohne Konto„Belegen, dass Daten Minderjähriger geschützt sind und nicht ewig bleiben.“
Aufbewahrungsfristen je Datensatzart – als Entwurf, der der Bestätigung der Schule bedarf. Löschen nur mit Bestätigung eines namentlich bekannten Admins; das Protokoll darüber enthält keine personenbezogenen Daten. Kontaktdaten von Eltern sieht, wer sie braucht – und sonst niemand. Der Konformitätsbericht ist ein PDF statt einer Konfrontation.
Klassen- & Teilkonferenz
ohne Konto„Auf Beweisgrundlage und im Rahmen unserer Befugnis entscheiden.“
Die Sitzung beginnt für alle mit denselben Dokumenten: der Fallübersicht mit allen Beteiligten, der pädagogischen Bewertung und den Pflicht-Auslösern, dazu der Schülerakte mit anordnender Person und Gremium. Die Anhörungs-Prüfliste liegt vollständig vor – und für die großen Maßnahmen verlangt die App die dokumentierte Teilkonferenz.
Schulträger & Schulaufsicht
ohne Konto„Sicher sein, dass die Praxis der Schule belastbar ist.“
Die §53-Rollentrennung ist strukturell erzwungen, nicht nur vermerkt; der Konformitätsbericht beantwortet die Qualitätsprüfung als Bericht statt als Untersuchung. Und bei der Entlassung einer schulpflichtigen Schüler:in schließt das Verfahren erst nach dokumentierter Bestätigung der Schulaufsicht ab.
Schulsozialarbeit & Beratung
angrenzend„Die Vorgeschichte vor dem ersten Gespräch kennen.“
Keine eigene Rolle, aber klar profitierend: Vorfälle, Eskalationen, das laufende Versprechen und der Reflexionsbogen mit den Worten des Kindes liegen vor dem ersten Termin vor. Dass die Schulsozialarbeit eingeschaltet wurde, steht als Maßnahmenart in der Akte, das Beratungsgespräch danach als Protokoll – Unterstützung wird genauso sichtbar wie Konsequenz.
Wenn eine Schülerin oder ein Schüler gegen eine Regel verstößt, möchte ich das in Sekunden erfassen, die richtigen Personen und die richtige Konsequenz folgen lassen und dem Kind einen fairen, erklärbaren Weg zurück zeigen – damit ich dem Kind gerecht werde, statt Verwaltung zu betreiben.